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	<title>Kommentar Archives - Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.</title>
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	<title>Kommentar Archives - Kurdische Gemeinde Deutschland e.V.</title>
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		<title>Anti-Kurdischer Rassismus in deutschen Medien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[KGD]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 14:42:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anti-Kurdischer Rassismus in deutschen Medien   von Kehy Mahmoud In der Berichterstattung der deutschen Medien nehme ich größtenteils eine systematische Diskriminierung der kurdischen Identität wahr. Indem Medienschaffende die Verwendung von Begriffen wie Kurdinnen, Kurden oder Kurdistan vermeiden, leisten sie einen Beitrag zur Negierung aller kurdischstämmigen Menschen. Ein solcher medialer Ausschluss von Kurdinnen und Kurden führt  [...]</p>
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<h3>Anti-Kurdischer Rassismus in deutschen Medien</h3>
<p><em> <img decoding="async" class="wp-image-12962 alignnone" src="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud.jpeg" alt="" width="224" height="160" srcset="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud-200x143.jpeg 200w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud-300x214.jpeg 300w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud-400x286.jpeg 400w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud-600x428.jpeg 600w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/kehi-mahmoud.jpeg 640w" sizes="(max-width: 224px) 100vw, 224px" /><br />
</em><em>von Kehy Mahmoud</em></p>
<p>In der Berichterstattung der deutschen Medien nehme ich größtenteils eine systematische Diskriminierung der kurdischen Identität wahr. Indem Medienschaffende die Verwendung von Begriffen wie Kurdinnen, Kurden oder Kurdistan vermeiden, leisten sie einen Beitrag zur Negierung aller kurdischstämmigen Menschen. Ein solcher medialer Ausschluss von Kurdinnen und Kurden führt zu Benachteiligung, Abwertung und ist schlichtweg Ausdruck von Rassismus. Es wird offensichtlich: Die deutschen Medien sind mehrheitlich weder objektiv noch frei von politischen Einflüssen.</p>
<p><strong>Doch wieso werden Kurdinnen und Kurden medial negiert? </strong></p>
<p>In der öffentlichen Wahrnehmung sind die 1,5 Millionen in Deutschland lebenden Kurdinnen und Kurden unterrepräsentiert, weil sie oft als Türken, Perser, Syrer und Iraker dargestellt und damit ethnisch als Türken oder Araber begriffen werden. Dass es nicht richtig ist, weisen die Neuen Deutschen Medienmacher in ihrem Glossar hin. Beispielsweise sind kurdischstämmige Menschen keine <em>“Türken“</em>, da sie nicht türkischstämmig sind und sich nicht als „türkisch“ verstehen. Eine angemessene Bezeichnung wäre Türkei-stämmige Kurdinnen/Kurden. Diese Erklärung greift genauso auf die anderen Herkunftsstaaten von Kurdinnen und Kurden.</p>
<p><strong>Aus diesen Gründen ist eine mediale Differenzierung ethnischer Herkunft unabdingbar. </strong></p>
<p>Das kurdische Volk gehört einer eigenständigen Ethnie an, sie zählt zu den ältesten Völkern im Nahen Osten und macht dort die drittgrößte Nation aus. Die Mehrheit der drittgrößten kurdischen Migrantengruppe in Deutschland flieht seit Jahrzehnten vor ethnischer und politischer Verfolgung, Zwangsassimilation und Unterdrückung aus der Türkei, dem Iran, Syrien und dem Irak nach Deutschland. Mehr als 300.000 Kurdinnen und Kurden wurden aufgrund ihrer Ethnie in den 1960er Jahren in Arabisierungskampagnen des syrischen Regimes zu Staatenlosen erklärt. Noch heute sind die Folgen der Arabisierungskampagnen in Form von Diskriminierung und Stigmatisierung spürbar. So haben Kurdinnen und Kurden kein Recht auf Bildung, politische Teilhabe oder andere gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten.</p>
<p><strong>Warum leugnen deutsche Medienschaffende die Ethnie kurdischstämmiger Menschen und vermeiden bestimmte Begriffe wie (Kurdistan, -oder Kurdisch)?</strong></p>
<p>Miedenexperten und Vertreter Kurdischer NGO’s sehen den Hauptgrund darin, dass sie die Konfrontation mit türkischen Nationalisten und Rechten meiden wollen. Der direkte Einfluss des Türkischen Staates auf die Bundesregierung wirkt sich auch auf die mediale Berichterstattung über Kurdinnen und Kurden aus. Oft wird diese Leugnung damit begründet, dass kurdischstämmige Menschen in den amtlichen Statistiken entsprechend der Staatsangehörigkeit der Herkunftsländer identifiziert werden. Die Anerkennung der kurdischen Identität wird zu einem Politikum gemacht.</p>
<p>Die Zwangsassimilationspolitik der Herkunftsstaaten gegenüber Kurdinnen und Kurden wird durch diese Praxis in Deutschland fortgeführt. Das Recht auf gleichberechtigte und wahre Darstellung in deutschen Medien wird kurdischen Menschen generell verwehrt. Damit dieser Teufelskreis des Rassismus und des Negierens ein Ende findet, muss die ethnische Zugehörigkeit von Kurdinnen und Kurden gerechterweise ebenso korrekt benannt und respektiert werden, wie die aller anderen.</p>
<p><strong>Sprachlicher Rassismus </strong></p>
<p>Anti-kurdischer Rassismus in deutschen Medien lässt sich auch in der Sprache feststellen. Nur um das „Kurdische“ zu umgehen, werden allerlei fantasievolle Bezeichnungen erfunden. Krampfhaft wird das Kurdische umschrieben, bloß um eine Stadt, einen Gegenstand oder einen Sachverhalt nicht kurdisch labeln zu müssen. Medien prägen die allgemeine Bildung mit ihrer Sprache, produzieren Stereotype und Klischees. Indem kurdische Themen nur in negativen Kontexten vorkommen, wird ein äußerst negatives Bild der kurdischen Identität geschaffen.</p>
<p>Des Weiteren werden Realitäten ignoriert und so getan, als ob es Kurdinnen und Kurden, ihre Geschichte oder ihr jahrtausendaltes Siedlungsgebiet nicht geben würde. Sofern kurdische Themen in der Berichterstattung deutscher Medienhäuser einen Platz finden, werden herabwürdigende und entmenschlichende Worterfindungen geschaffen. So ist in vielen Artikeln des Jahres 2021 von „Kurdenchef“ oder „Kurdenregion“ zu lesen, als hätten sie einen Herden-Chef beschrieben.</p>
<p><strong>Zwei konkrete Beispiele</strong><br />
<strong>Beispiele Inlandsberichterstattung </strong></p>
<p>Erfolgsgeschichten von Kurdinnen und Kurden werden kaum wahrgenommen, weil sie von deutschen Medien, aus den oben genannten Gründen, als Errungenschaft von „Arabern“ (Irakern, Syrern) oder „Türken“ verkauft werden.</p>
<p>Wie die gelungene Integration der Kurdin und 1,0er Abiturientin Delovan Moustafa aus Berlin. Zahlreiche Medien (Berliner Tageszeitung, RTL, Stern, Berliner Kurier etc.) verkauften im Sommer 2021 die Geschichte des aus Syrien geflohenen kurdischen Mädchens, ohne auch nur mit einem Wort ihre kurdische Identität zu erwähnen. Delovan, jedoch, sprach mit dem Kurdischen Sender Rudaw über ihren Erfolg überraschenderweise in ihrer kurdischen Muttersprache. Anzuerkennen ist ja, dass sie als positives Beispiel von Migrantenkindern dargestellt wurde, nur ist sie eben kurdischer Abstammung oder syrische Kurdin, wie sie selbst bestätigte.</p>
<p>Ein weiteres negatives Exampel deutscher Auslandsberichterstattung zu kurdischen Themen war von Markus Rosch, ausgestrahlt am 9.11.2021 in der Tagesschau24.</p>
<p>Der ARD-Korrespondent verdrehte Informationen und bezeichnete in seinem Bericht die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan Arbil als „multiethnisch“, obwohl die Bewohner der offiziellen kurdischen Haupstadt Arbil mehrheitlich kurdischer Ethnie angehören. Schlussendlich ist es eine Kurdische Stadt, eine kurdische Hauptstadt. Rosch hat hier die Information nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben. Für einen Nahost-Korrespondenten der öffentlich-rechtlichen ARD müsste bekannt sein, sowohl der Status als auch die Bezeichnung der Autonomen Region Kurdistan seit 2005 in der irakischen Verfassung stehen und mittlerweile international Anerkennung findet, nur nicht in deutschen Medien. Hat Rosch die journalistische Sorgfaltspflicht absichtlich verletzt?</p>
<p>Mit dem Verweis auf Artikel 3 des Grundgesetzes, wird mit der Diskriminierung von Kurdinnen und Kurden deren Grundrecht verletzt. Die Selbstwahrnehmung und das Zugehörigkeitsgefühl von Millionen von Kurdischen Menschen ist zu respektieren. Aus diesem Grund ist eine mediale Differenzierung sehr notwendig. Zur Erinnerung, der genaue Wortlaut des Artikels im Grundgesetz.</p>
<blockquote><p>(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.</p></blockquote>
<p>In der Berichterstattung über Kurdinnen und Kurden missachten deutsche Medienschaffende aus journalistischer Sicht damit ihre Arbeitsethik. Die Richtlinien im Pressekodex des Presserats sollten allen Journalisten bekannt sein. Um nur einige der mir aufgefallenen missachteten Punkte in der medialen Darstellung von kurdischen Themen grob aufzuzählen: Wahrhaftigkeit, Neutralität, Sorgfaltspflicht, Bildungsauftrag und Einhaltung des Vielfaltsgebots.</p>
<p>Diese Kritik betrifft sowohl Mainstream als auch unabhängige Medien. Ebenso ist kein großer Unterschied zwischen regionalen und überregionalen Medien festzustellen, in beiden Rubriken lassen sich fehlerhafte Berichte über kurdische Themen finden. Sogar von öffentlich-rechtlichen Medienanstalten habe ich verdrehte Tatsachen gefunden. Nach eigener Überprüfung habe ich Einseitigkeit und subjektive Wertung durch die Autoren festgestellt. Dies passiert, indem beispielsweise nur türkische Quellen benutzt werden. Die kurdische Sicht fehlt oft oder wird aus dem Kontext heraus wiedergegeben. Kurdische Themen kommen hauptsächlich in negativen Kontexten vor. Geschichten und Ereignisse über kurdische Menschen sind sehr gegensätzlich: entweder sind sie Opfer oder Täter. Wie eingangs erwähnt, gehen integrierte und erfolgreiche Kurdinnen und Kurden unter, da sie dann fälschlicherweise als <em>„Syrer“</em> oder <em>„Iraker“</em> und damit als Araber wahrgenommen werden.</p>
<p>Welche Motivation hinter dieser Diskriminierung steckt, möchte ich hier nicht erläutern. Nun ist es Aufgabe der Medien, die Öffentlichkeit und Politik zu sensibilisieren und aufzuklären. Als die so genannte „<em>vierte Gewalt“</em> ist es Pflicht der Medien, ihren Beitrag zur Anerkennung der Identität von weltweit über 40 Millionen Kurdinnen und Kurden zu leisten.</p>
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		<title>„Die Scham über Gewalt zu sprechen ist groß“ &#8211; Interview mit einer Frauenhaus-Mitarbeiterin</title>
		<link>https://kurdische-gemeinde.de/interview-frauenhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[KGD]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2020 13:33:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Die Scham über Gewalt zu sprechen ist groß – gerade bei starken Frauen“ Anlässlich der neuen Arbeitsschwerpunkte Gewaltprävention und Frauenempowerment unterhielt sich Kurdische Gemeinde mit Gülbahar*, einer Mitarbeiterin in einem hessischen Frauenhaus. Themen waren die aktuelle Lage in den Frauenhäusern, Gewalt in migrantischen Communities und was getan werden müsste, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern.  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-10377" src="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD.jpg" alt="" width="982" height="562" srcset="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-200x114.jpg 200w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-300x172.jpg 300w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-400x229.jpg 400w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-600x343.jpg 600w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-768x440.jpg 768w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD-800x458.jpg 800w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/frauen-KGD.jpg 982w" sizes="(max-width: 982px) 100vw, 982px" /></p>
<p><strong>„Die Scham über Gewalt zu sprechen ist groß – gerade bei starken Frauen“</strong></p>
<p><strong>Anlässlich der neuen Arbeitsschwerpunkte Gewaltprävention und Frauenempowerment unterhielt sich Kurdische Gemeinde mit Gülbahar*, einer Mitarbeiterin in einem hessischen Frauenhaus. Themen waren die aktuelle Lage in den Frauenhäusern, Gewalt in migrantischen Communities und was getan werden müsste, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern</strong>.</p>
<p><em>*Der Name wurde auf Wunsch geändert.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie ist die derzeitige Lage in den Frauenhäusern?</strong></p>
<p>Bei unserem Haus handelt es sich um eine autonome Einrichtung mit 16 Plätzen. Wir nehmen Frauen und ihre Kinder auf, die von Gewalt betroffen sind. Wir sehen uns als Begleitteam und wollen die Frauen auf Augenhöhe beraten, sie nicht bevormunden. Auffällig ist, dass sich in Zeiten von Corona viel weniger Frauen sich gemeldet haben als zuvor. Über die Gründe konnten wir noch nicht reflektieren. Nahe liegend ist aber, dass die Angst vor Infektion im Frauenhaus oder die ständige Anwesenheit des Partners, Frauen daran gehindert hat, sich bei uns zu melden.</p>
<p><strong>Wie können Frauen euch erreichen? </strong></p>
<p>Über unsere Beratungsstelle vor Ort, aber auch über telefonische Beratung und das Internet. Freie Plätze in Frauenhäusern sind <a href="https://www.frauenhauskoordinierung.de/hilfe-bei-gewalt/frauenhaussuche/">online</a> einsehbar.</p>
<p><strong>Wie ist die Lage innerhalb der kurdischen Community? </strong></p>
<p>Viele junge Frauen, die über eine Familienzusammenführung nach Deutschland gekommen sind, haben Angst davor, dass sie zurück in die Heimat müssen und dort mit wesentlich älteren Männern wieder verheiratet zu werden, wenn sie nach Gewalterfahrungen ins Frauenhaus gehen oder sich für die Trennung entscheiden. Sie erhalten häufig Drohungen von der Familie und haben Todesangst. Meist erleben sie lange Gewalt, bis sie sich wirklich an ein Frauenhaus wenden. Denn neben der Angst, zurück zu müssen, haben diese Frauen große Existenzängste, sie haben keine finanziellen Grundlagen oder erfahren keine Unterstützung bei bürokratischen Hürden. Zudem werden diese Frauen von der eigenen Community stigmatisiert. Die Scham über Gewalterfahrungen zu sprechen ist groß – gerade bei starken Frauen. Auch wird den Frauen selbst im eigenen Umfeld keineswegs immer geglaubt. Es kommt daher sehr selten zur Strafanzeige oder dem Aufsuchen eines Frauenhauses: Meist werden andere „Lösungswege“ gesucht, etwa sich dem Mann zu fügen, genügsam sein. Es ist sehr schwierig in die Familien zu kommen, um das Problem anzusprechen. Oft kennen die Frauen ihre rechtlichen Möglichkeiten nicht, vor allem, wenn es um das Sorgerecht der Kinder geht.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Was müsste getan werden, um eure Arbeit weiter zu verbessern?</strong></p>
<p>Gerade für Frauen mit Migrationsgeschichte gibt es aktuell viele Defizite, vor allem bei der Behandlung von traumatischen Erfahrungen fehlt es an kultursensible Psycholog*innen. Das betrifft Frauen, die schon länger hier sind, aber besonders neu zugewanderte Frauen mit Fluchterfahrung, etwa aus Syrien, Somalia… Sie kommen schon traumatisiert nach Deutschland. Diese Frauen stehen unter einer enormen Doppelbelastung: Sie sind in einem fremden Land, dessen Sprache sie noch nicht können, zum anderen fällt die familiäre Unterstützung weg. Wir haben einen hohen Bedarf an mehrsprachigen und kultursensiblen Sprachlots*innen, die in der Lage sind, die Frauen und ihre Leidenswege zu verstehen, mit denen wir kooperieren könnten und die auch begleitende Funktionen übernehmen. Bislang werden Dolmetscher*innen eingesetzt, aber hier gibt es keinen Pool für die Gestaltung der Vermittlung. Außerdem bedarf es verstärkter Bildungsangebote für die verschiedenen Communities, die etwa in Vereinen zu Fragen, wie „Wo fängt Gewalt an? Welche Rechte haben Frauen und Kinder?“ informieren. Dafür müssten wir Ansprechpartner*innen in migrantischen Vereinen und Institutionen haben. Vor allem bezüglich der neu Zugewanderten ist Präventionsarbeit sehr wichtig, damit diese von Beginn an für das Thema sensibilisiert werden.<br />
Es ist sehr schwierig, in die betroffenen Familien zu kommen, ihr Vertrauen zu erlangen. Hier müssen andere Möglichkeiten geschaffen und Wege gesucht werden. Ein Weg sind sehr niederschwellige Projekte, die in die Familien gehen und gerade junge Mütter, die Frauen über ihre Rechte aufzuklären und zu Beratungsmöglichkeiten orientieren. Auch die Wichtigkeit des Erlernens der deutschen Sprache muss den Frauen vermittelt werden. Sie ist der wichtigste Schritt zur Unabhängigkeit der Frauen. Dazu gehören weitere Frauenangebote, wie Alphabetisierungskurse, Informationen zu Ausbildung und Führerscheinerwerb. Auch Frauen, die keinen Aufenthaltstitel und Papiere haben, können wir nicht helfen, ihnen steht weder ein Platz noch eine finanzielle Unterstützung zu.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Was erwartet ihr von der Politik?</strong></p>
<p><strong> </strong>Die Istanbul-Konvention* muss eingehalten und umgesetzt werden. Die Anzahl der Plätze in den Frauenhäusern und ihre finanzielle Ausstattung ist immer noch nicht hinreichend und vor allem deutschlandweit nicht einheitlich geregelt. Jede Frau mit oder ohne Kind sollte Zugang zu einem Frauenhaus haben, unabhängig von Herkunft, Religion, Nationalität oder Aufenthaltstitel. Das Thema Gewalt an Frauen sollte Gegenstand der Lehrpläne in Schulen, aber auch von Fortbildungen für Fachärzte oder pädagogische Fachkräfte und kulturübergreifend behandelt werden. In unseren Augen findet häufig keine angemessene gerichtliche Verfolgung des Gewaltdelikts statt, Freisprüche oder milde Strafen sind zahlreich. Im Umgang mit Fällen häuslicher Gewalt wird nicht berücksichtigt, welche große Rolle die Ausübung von Gewalt für die Machtverteilung in der Beziehung/Ehe spielt.</p>
<p>*<em>Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, auch bekannt als Istanbul-Konvention, ist ein 2011 ausgearbeiteter völkerrechtlicher Vertrag. Es schafft verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. Auf seiner Grundlage sollen sie verhütet und bekämpft werden. Es trat am 1. August 2014 in Kraft.</em></p>
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		<title>Wen schiebt die Türkei eigentlich nach Deutschland ab?</title>
		<link>https://kurdische-gemeinde.de/wen-schiebt-die-tuerkei-eigentlich-nach-deutschland-ab/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[KGD]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Nov 2019 10:36:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpräsenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>KOMMENTAR Wen genau will der Muslimbruder Erdogan, Haupternährer des islamischen Extremismus, eigentlich abschieben? Anadolu Agency via Getty Images Quelle: Tichyseinblick https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wen-schiebt-die-tuerkei-eigentlich-nach-deutschland-ab/ Mehmet Tanriverdi GASTAUTOR - Mi, 13. November 2019 Nach der Feststellung des türkischen Innenministers Soylu, die Türkei sei „kein Hotel für ausländische Extremisten“, kündigte er nun u.a. die Abschiebung mutmaßlicher radikalislamischer Extremisten mit deutschem Pass  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="rty-article-page-header">
<div class="entry-meta">
<h3 class="claim-text">KOMMENTAR<br />
Wen genau will der Muslimbruder Erdogan, Haupternährer des islamischen Extremismus, eigentlich abschieben?</h3>
</div>
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<div class="thumb-wrapper thumb-wrapper-lg"><img decoding="async" class="attachment-post-thumbnail size-post-thumbnail wp-post-image" src="https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459.jpg" sizes="(max-width: 620px) 100vw, 620px" srcset="https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459.jpg 620w, https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459-300x209.jpg 300w, https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459-320x223.jpg 320w, https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459-207x144.jpg 207w, https://www.tichyseinblick.de/wp-content/uploads/2019/11/GettyImages-1181874459-231x161.jpg 231w" alt="" width="620" height="432" /></div>
<div class="thumb-wrapper thumb-wrapper-lg"><span class="thumb-copyright thumb-copyright-lg">Anadolu Agency via Getty Images</span></div>
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<div class="author vcard">
<p><em><a href="https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wen-schiebt-die-tuerkei-eigentlich-nach-deutschland-ab/"><strong>Quelle: Tichyseinblick</strong></a><br />
</em></p>
<blockquote><p><a href="https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wen-schiebt-die-tuerkei-eigentlich-nach-deutschland-ab/"><em>https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wen-schiebt-die-tuerkei-eigentlich-nach-deutschland-ab/</em></a></p></blockquote>
<p>Mehmet Tanriverdi<br />
GASTAUTOR &#8211; Mi, 13. November 2019</p>
<p>Nach der Feststellung des türkischen Innenministers Soylu, die Türkei sei „kein Hotel für ausländische Extremisten“, kündigte er nun u.a. die Abschiebung mutmaßlicher radikalislamischer Extremisten mit deutschem Pass für die nächsten Tage an.</p>
<p>Auch wenn die angekündigte Zahl derzeit weniger als ein Dutzend beträgt, löste die Nachricht in diesen Tagen in Deutschland eine aufgeregte innen- und außenpolitische Debatte um die Innere Sicherheit aus. Dabei lässt sich Deutschland hier, wie in der Flüchtlings/Migrationsfrage – erneut von Erdogan unter Druck setzen.<br />
Die berechtigten Fragen häufen sich.</p>
<p>Wen will der Muslimbruder Erdogan, Haupternährer des islamischen Extremismus, eigentlich abschieben? Sind es deutsche IS-Kämpfer und ihre Familienangehörigen, die in der Türkei in Haft sitzen, wie behauptet wird? Oder sind es Moslembrüder und Sympathisanten, die in Ländern wie Ägypten keine Bleibe mehr hatten und in der Türkei Zuflucht gefunden haben?</p>
<p>Warum wusste weder das Auswärtige Amt noch die Öffentlichkeit von solchen Deutschen, die angeblich in der Türkei in den Gefängnissen saßen? Handelt es sich dabei um zum Islam konvertierte Deutsche oder türkisch-Stämmige mit deutschem Pass – oder um beides? Sind es Personen, die die Türkei als Transitland nutzten, unter türkischer Billigung nach Syrien ein- und ausreisten? Oder handelt es sich um Personen, die in der Türkei wohnten und von dort den radikalislamischen Terror beförderten? Handelt es um Djihadisten und ihre Familienangehörigen mit deutschem Pass, die im Zuge des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der Türkei auf Gebiete des kurdisch besiedelten Nordsyrien aus den kurdischen Gefängnissen „befreit“ wurden?</p>
<p>Diese Fragen sollten umgehend von der Bundesregierung konkret beantwortet werden, bevor man sich diese Leute von Erdogan überstellen lässt, der damit nur ein weiteres Mal von seinem schmutzigen Krieg gegen das kurdische Volk ablenken und die Bundesregierung gefügig machen will.</p>
<p>Deutschland darf nicht vergessen: Die Kurden haben im Irak und in Syrien den selbsternannten Islamischen Staat erfolgreich bekämpft und dafür einen hohen Preis bezahlt. Dafür haben sie mehr als 22.000 (!) Menschenleben geopfert. Tausende von IS-Kämpfern nebst ihren Familien wurden gefangen genommen, darunter auch hunderte Staatsbürger europäischer Länder unterschiedlichster ethnischer Herkunft.</p>
<p>Vor dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien/Rojava-Kurdistan hat die kurdische Selbstverwaltung monatelang gebetsmühlenartig an Deutschland und die europäischen Länder appelliert, ihre Staatsbürger zurück zu nehmen oder Möglichkeiten zu schaffen, ihnen in Rojava einen Internationalen Prozess zu machen. Appelle, die leider ungehört blieben.</p>
<p>Mit dem Einmarsch des mit deutschen Waffen ausgerüsteten Nato-Partners Türkei in Nordsyrien hat Erdogan für Chaos gesorgt. Morde, Plünderungen, ethnische Säuberungen, Befreiung von IS-Gefangenen aus den kurdischen Gefangenenlagern und hunderttausende Flüchtlinge sind die aktuellen Folgen. Es kann noch dramatischer werden, wenn der Aggressor Türkei nicht umgehend in seine Schranken verwiesen wird.</p>
<p>Noch werden Tausende von IS-Kämpfern und Frauen und Kinder von Kurden gefangen gehalten. Doch die Frage ist: Wie lange noch?</p>
<p>Deutschland ist dringend anzuraten, seine kontraproduktive Hinhaltetaktik aufzugeben, sich nicht länger vom Moslembruder aus Ankara erpressen zu lassen und mit der Türkei Tacheles zu reden; endlich Konsequenzen zu ziehen. Die EU hat es in der Hand, ob Erdogan seine nationalfaschistische Politik fortsetzen kann, oder nicht. Die ohnehin schwächelnde Wirtschaft der Türkei hängt am europäischen Tropf. Hier den ständigen Zustrom spürbar zu drosseln, würde reichen, um dem Sultan seine Eskapaden auszutreiben. Doch stattdessen: Kuschen und Liebedienerei! Warum?</p>
<hr />
<p><em>Mehmet Tanriverdi ist Unternehmer in Gießen und Stellvertretender Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland</em></p>
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		<title>Antisemitische Übergriffe sind an Schulen keine Einzelfälle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[KGD]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 16:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kurdische Gemeinde Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitisch]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitische Übergriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Cahit Basar]]></category>
		<category><![CDATA[Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Antisemitische Übergriffe sind an Schulen keine Einzelfälle. Wer dies kleinzureden versucht, handelt grob fahrlässig und gefährdet Menschenleben. Cahit Başar Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/BZ-1.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-7482 " src="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/BZ-1.jpg" alt="" width="612" height="376" srcset="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/BZ-1-300x184.jpg 300w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/BZ-1-768x472.jpg 768w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/BZ-1.jpg 999w" sizes="(max-width: 612px) 100vw, 612px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Antisemitische Übergriffe sind an Schulen keine Einzelfälle. Wer dies kleinzureden versucht, handelt grob fahrlässig und gefährdet Menschenleben.</p>
<p><strong>Cahit Başar</strong><br />
Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland</p></blockquote>
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		<title>Außenminister Gabriels Irak-Entscheidung ist ein Anfang, jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[KGD]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Nov 2017 17:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Außenminister Gabriels Irak-Entscheidung ist ein Anfang, jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein Kommentar von Mehmet Tanriverdi* Der Abbruch der Irak-Reise Außenminister Gabriels ist zu begrüßen. Es ist klar, wer sich als Vermittler einschalten will, muss mit beiden Seiten sprechen können. Doch der Irak will verhindern, dass man die Seite der Kurden anhört und der  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-5933" src="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/gabriel_Kurdische-Gemeinde.jpg" alt="" width="613" height="311" srcset="https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/gabriel_Kurdische-Gemeinde-300x152.jpg 300w, https://kurdische-gemeinde.de/wp-content/uploads/gabriel_Kurdische-Gemeinde.jpg 613w" sizes="(max-width: 613px) 100vw, 613px" /></p>
<h2>Außenminister Gabriels Irak-Entscheidung ist ein Anfang, jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein</h2>
<p><em>Kommentar von Mehmet Tanriverdi*</em></p>
<div>Der Abbruch der Irak-Reise Außenminister Gabriels ist zu begrüßen. Es ist klar, wer sich als Vermittler einschalten will, muss mit beiden Seiten sprechen können. Doch der Irak will verhindern, dass man die Seite der Kurden anhört und der Herr Minister Gabriel musste letzte Woche nun selbst erleben, was die Kurden in den letzten 100 Jahren erleben mussten: Verbote, Ablehnung und Bevormundung. Bagdad ist nicht an einer Lösung der derzeitigen Problematik mit Hewlêr (Erbil) interessiert, sondern möchte viel mehr am Status Quo festhalten und das bedeutet für die Kurdinnen und Kurden: Unterdrückung. Andernfalls hätte der irakische Premier Abadi – selbst nach Einschreiten der Bundeskanzlerin – einen Kurdistan-Besuch des Außenministers nicht so vehement abgelehnt. Die Irakis sind dabei es den Türken nach zu machen. Der türkische Staatspräsident Erdogan hat in der Vergangenheit den Besuch deutscher Parlamentarier in Incirlik/Türkei stationierter deutscher Soldaten abgelehnt. Konsequent: Deutschland hat seinen Stützpunkt nach Jordanien verlegt.</div>
<div></div>
<div>Der Irak hat nun heute die Mittel eingesetzt, die auch schon die Türkei zuvor einsetzte. Man verbietet deutschen Politikern nicht nur den Besuch in Kurdistan, sondern auch den Besuch bei deutschen Truppen im Lande. Wie gesagt, Bagdad ist dabei von der Türkei die Methoden der Erpressung zu lernen und sie nun auf Deutschland anzuwenden.</div>
<div></div>
<div>Die Entscheidung des Außenministeriums, die Irak-Reise gänzlich abzubrechen, wenn man nicht auch nach Kurdistan kann, ist zu begrüßen und wir danken für diesen Schritt. Auch die Fortführung des Bundeswehreinsatzes in Kurdistan sowie die Ausbildung von Peschmerga begrüßen wir ausdrücklich. Wir hoffen, dass diese Mission auch im Januar noch einmal verlängert wird. Auch mit den Herren in Bagdad, die mittlerweile ihre Entscheidungen aus Teheran holen, müsste man Tacheles reden. Amerika und Deutschland – Wir erinnern uns: Minister Gabriel telefonierte mit Iraks Premier Abadi während der Invasion Kirkuks und bestärkte ihn – haben es vor der Invasion Kirkuks versäumt das zu tun. Noch ist es aber nicht zu spät.</div>
<div></div>
<div>Immer wieder mussten wir daran erinnern, um welche Regimes es sich im Nahen Osten handelt, doch das Außenministerium wollte nicht hören. Nicht bei der Türkei, nicht beim Irak und auch nicht beim Iran. Bei der Türkei hat man gesehen, was daraus geworden ist. Beim Irak scheint man es langsam auch zu begreifen. Die EU und Deutschland sind gut beraten, den Fehler nicht zu wiederholen. Die Unterstützung für die Kurdinnen und Kurden im Nahen Osten ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Demokratie in der Region, der Bekämpfung der Fluchtursachen und  trägt auch hier bei uns im Lande zur Stärkung der inneren Demokratie bei. Beides geht Hand in Hand. Kurdistan braucht die Hilfe Deutschlands und Deutschland hat ein großes Interesse an einem stabilen Kurdistan. Sei es wegen kulturellem oder aber auch wirtschaftlichem Austausch, aber auch der Bekämpfung der Fluchtursachen. Die Rechte der Kurdinnen und Kurden müssen gewahrt werden. Ein entschlosseneres Einschreiten ist nötig. Lassen Sie diese anfänglichen, guten Schritte nicht einfach verfliegen.</div>
<p><em>*) Mehmet Tanriverdi, stellv. Bundesvorsitzender</em></p>
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