2014 war ein Jahr der Niederlage der Frauenrechte. 2015 muss ein Jahr der Hoffnung werden!

PRESSEMITTEILUNG: 38/0503-2015

Weltfrauentag-KGD

2014 war ein Jahr der Niederlage der Frauenrechte.
2015 muss ein Jahr der Hoffnung werden!

Zum diesjährigen Weltfrauentag am 8. März erklärt Frau Jinda Ataman, Mitglied im Bundesvorstand der Kurdischen Gemeinde Deutschland und derzeit in einem Hilfseinsatz in Süd-Kurdistan (Nord-Irak):

„Die dramatischen Ereignisse Weltweit haben der Welt die Fragilität der Menschenrechte und hier insbesondere der Frauenrechte vor Augen geführt. Zehntausende Frauen, meist Kurdinnen ezidischen Glaubens, wurden vor den Augen der Weltöffentlichkeit in Syrien und dem Irak entrechtet, entführt, versklavt und misshandelt. Hunderte junge Mädchen wurden vor nunmehr knapp einem Jahr in Nigeria entführt und sind Opfer massenhafter Vergewaltigungen geworden. Islamistische Hassprediger haben auch in Deutschland zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen. In der Al-Nur Moschee in Berlin rief der ägyptische Imam Abdel Meoz Al-Eila die versammelten Männer dazu auf, den Frauen jegliches Selbstbestimmungsrecht auf ihren Körper und ihre Lebensführung abzusprechen.

Das verbindende Element zwischen dem Nahen Osten, Nigeria und Berlin ist die fanatische Auslegung des Islam durch Extremisten, die die Deutungshoheit über die Religion zu erlangen suchen.

Es ist beschämend und stimmt zugleich nachdenklich, dass die meisten auch in der Deutschen Islamkonferenz vertretenen Verbände sowie die muslimischen Frauenorganisationen sich bisher nicht den tragischen Vorfällen weltweit oder den extremistischen Ansichten auf deutschem Boden entgegengesetzt haben. Das Schweigen ist eine Kapitulationserklärung gegenüber denen, denen Frauenrechte ein Dorn im Auge sind.

Die Kurdische Gemeinde Deutschland möchte, dass das Jahr 2015 ein Jahr der Hoffnung für all jene wird, denen ihr Geschlecht zum Verhängnis geworden ist“.