Pressemeldung 363/2701-2026

Alarmierende Berichte über massive Gewalt und humanitäre Notlage im iranisch kontrollierten Ost-Kurdistan (Rojhilat)

Die Kurdische Gemeinde Deutschland ist zutiefst besorgt über die anhaltende Gewalt gegen Zivilisten in Rojhilat (Ostkurdistan).

Auf Grundlage zahlreicher lokaler Berichte und Hinweise von Augenzeugen zeichnet sich ein Bild massiver Repression, extremer Gewalt und einer sich dramatisch zuspitzenden humanitären Lage ab.

Mehmet Tanriverdi, stellvertretender Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland, erreichen erschütternde Bilder aus dem Iran. Nach übereinstimmenden Informationen kommt es in weiten Teilen des Landes zu Protesten gegen das Mullah-Regime in Teheran.

Tanriverdi sagt dazu: „In der kurdischen Region Rojhilat, insbesondere in der Metropole Kermanschah sprechen die Menschen von einem besonders brutalen Vorgehen der Sicherheitskräfte.

Ohne Vorwarnung schießen die Revolutionsgarden mit scharfer Munition in Menschenmengen. Allein hier sind über Zehntausend Tote zu beklagen.“

Die Zahl der Verletzten soll in die Zehntausende gehen.

Besonders erschütternd sind Berichte, denen zufolge Familien für die Herausgabe der Leichen ihrer Angehörigen umgerechnet mehrere Tausend US-Dollar zahlen müssen.

Gegenüber den Festgenommenen wird brutale Folter angewandt.

Die medizinische Versorgung der Zivilbevölkerung ist den Berichten zufolge weitgehend zusammengebrochen.

Verletzte meiden Krankenhäuser aus Angst vor Festnahme, da das medizinische Personal offenbar verpflichtet ist, Verwundete zu melden.

Die Sicherheitslage bleibt angespannt. Aus der Region wird von starker militärischer Präsenz, Ausgangssperren und massiver Überwachung von Kommunikation und Bewegungen berichtet.

Tanriverdi berichtet, dass neben regulären Sicherheitskräften auch Milizen sowie ausländische Söldner eingesetzt wurden, um die Proteste niederzuschlagen.

Die humanitäre Situation verschlechtert sich rapide: Den Menschen mangelt es an Lebensmitteln und grundlegender Versorgung.

Die Kurdische Gemeinde ruft deshalb die Bundesregierung dazu auf, die Situation in Rojhilat aufmerksam zu verfolgen, Menschenrechtsverletzungen klar zu benennen und sich für den Schutz der Zivilbevölkerung sowie für humanitäre Hilfe einzusetzen.

Schweigen und Wegsehen dürfen keine Option sein.