Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak, traf heute im Bundesentwicklungsministerium Herrn Jochen Steinhilber, Abteilungsleiter der Abteilung Grundsätze im BMZ. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Entwicklungen in den kurdischen Gebieten sowie die zentrale Rolle der Diaspora in der Entwicklungszusammenarbeit.

Als KGD haben wir erneut betont, dass Deutschland – insbesondere im Hinblick auf den Besuch des Dschihadistenführers Ahmed Al Sharaa nächste Woche – die Angriffe auf die kurdische Zivilbevölkerung in Aleppo und die systematische Gewalt gegen Minderheiten klar und unmissverständlich verurteilen muss. Darüber hinaus haben wir gefordert, durch gezielte entwicklungspolitische Maßnahmen die Rechte und Lebensbedingungen von Minderheiten in Syrien zu stärken und Projekte in Rojava zu fördern. Ebenso wurde die Lage in Ost-Kurdistan (Rojhilat) thematisiert, mit Blick auf die Notwendigkeit, auch dort entwicklungspolitische Unterstützung zu leisten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die stärkere Einbindung der kurdischen Perspektive in politische Gremien und Konferenzen in Deutschland. Zudem wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie die Beteiligung deutsch-kurdischer Vereine an Projekten erörtert.

Wir bedanken uns beim BMZ für den konstruktiven Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit für Menschenrechte und den nachhaltigen Wiederaufbau in den kurdischen Regionen.