4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main

Mehmet Tanriverdi, 4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main

Mehmet Tanriverdi, 4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main


4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main

Kurden aus Deutschland waren stark vertreten

Am 19.06.2016 fand im Congress Center Frankfurt am Main der 4.Deutsche Israelkongress statt, der als größte Netzwerkplattform für die deutsch-israelischen Beziehungen die vielfältige Zusammenarbeit in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion fördert.

Deutscher_Israel_Kongress-KurdistanflagErwartungsgemäß waren knapp 3.000 Menschen anwesend. Auffallend waren unter den Teilnehmern mindestens 400-500 Kurdinnen und Kurden. In zwei Arbeitsforen wurde über Kurden und Kurdistan debattiert. In einem Forum ging es um Trauma. Dabei ging es in erster Linie um traumatisierte kurdische Frauen jesidischen Glaubens, die vom IS verschleppt und misshandelt wurden. Betroffene Frauen waren auch selbst anwesend.

Im anderen Forum ging es um israelisch-kurdische Beziehungen. Unter den zahlreichen Rednern waren auch der israelische Minister für regionale Entwicklung, Ayoob Kara und Frau Prof. Dr. Ofra Bengio, Universität Tel Aviv. Israelische Vertreter erklärten die Zusammenarbeit zwischen Israel und der autonomen Region Kurdistan und begründeten, warum Israel einen unabhängigen kurdischen Staat unterstützen würde. Israel ist strategisch an einem vereinten Kurdistan aus Süd- und Westkurdistan interessiert, dass sich vom Kaspischen Meer bis zum Mittelmeer erstreckt.

Ayoob Kara

Ayoob Kara

Prof. Ofra Bengio sagte in ihrem Vortrag, dass 70% des Ölverkaufs Kurdistans nach Israel gingen. Von kurdischer Seite waren unter den Podiumsteilnehmern Frau Shirin Amédí und Herr Sero Qadir, die die autonome Region Südkurdistan repräsentierten.

Unter den Teilnehmern waren auch 400-500 Kurden aus Deutschland, darunter auch zahlreiche Mitglieder der Kurdischen Gemeinde Deutschland. Die KGD war auf Vorstandsebene durch den stellv. Vorsitzenden Mehmet Tanriverdi und Eyup Demir vertreten. Tanriverdi ergriff während eines Forums das Wort und begrüßte die kurdisch-israelische Zusammenarbeit. Er warb unter anderem für die bevorstehende Israel-Reise der KGD mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg im November.

Auffallend war, dass auch die kurdischen Medien auf dem Kongress stark vertreten waren.

 

4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main

4.Deutscher Israel Kongress in Frankfurt am Main