Am 04.02.2026 traf Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland, die Bundesministerin Karin Prien im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu einem offenen Austauschgespräch.

Zu Beginn des Gesprächs wurden die aktuelle Situation in den kurdischen Gebieten sowie die Verantwortung der Bundesregierung gegenüber Minderheiten thematisiert. Dabei ging es auch um die dramatische Lage der Kurden in Syrien und die Auswirkungen internationaler Konflikte auf das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland. Rund 2 Millionen Kurdinnen und Kurden leben in Deutschland – viele von ihnen sind derzeit massiven Anfeindungen durch nationalislamistische Gruppen ausgesetzt.

Im Gespräch wurde deutlich gemacht, dass Deutschland und Europa Haltung zeigen müssen und Hilfen für Syrien nur erfolgen dürfen, wenn die Rechte der Kurden und anderer Minderheiten wie Alawiten, Christen und Drusen anerkannt werden.

Anschließend wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit zur Stärkung von Frauen und Jugendlichen mit Migrationsgeschichte, der Prävention und Bekämpfung von Islamismus und Antisemitismus, der Radikalisierung junger Menschen im Internet sowie Fragen der Förderung demokratischer Werte und gesellschaftlicher Teilhabe erörtert. Ebenso wurde die Verantwortung von Migrantenorganisationen angesprochen.

Wir danken Bundesfamilienministerin Karin Prien für den konstruktiven Austausch und sehen einer weiterhin guten Zusammenarbeit entgegen.