Aktuelle Nachrichten aus der Presse: 10 Jahre Islamkonferenz

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SWR Tagesgespräch mit Ali Ertan Toprak

„Die DIK muss das muslimische Leben in seiner Vielfalt abbilden“

Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland im Gespräch mit Florian Rudolph.

Toprak beklagt, dass die DIK von konservativen Verbänden dominiert wird. Diese hätten sich immer weiter von der Gesellschaft entfernt.

Ali Ertan Toprak

Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland

Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde, Toprak hält die Deutsche Islamkonferenz in ihrer derzeitigen Form für gescheitert. Toprak, der von der Gründung 2006 bis 2012 an der DIK teilgenommen hat, beklagt die Dominanz konservativer Islamverbände wie dem Zentralrat der Muslime. Kritische Themen, die die Gesellschaft essentiell beträfen, wie Innere Sicherheit, Islamismus und Radikalismus würden ausgeschlossen, weil diese Verbände darüber nicht diskutieren wollten.

Im SWR-Tagesgespräch sagte Toprak, der Staat habe wohl geglaubt, wenn man einen Dialog mit den konservativen Verbänden auf Augenhöhe führe, würden sie sich auf die deutsche Gesellschaft einlassen und integrieren. Dem sei aber nicht so. Diese Organisationen hätten sich noch weiter von Staat und Gesellschaft entfernt, als vor zehn Jahren. Um den Dialog zwischen Staat und Muslimen in Deutschland neu zu beleben, müsse die Islamkonferenz geöffnet werden und die gesamte Vielfalt des muslimischen Lebens in Deutschland abbilden.

Dem Festakt ab 10 Uhr in Berlin bleibt Toprak fern, auch aus Protest dagegen, dass ein Vertreter von DITIB für die Muslime sprechen wird. Es sei unsensibel vom Bundesministerium des Inneren angesichts der aktuellen Lage in der Türkei, wenn ein Vertreter Erdogans die Festrede halte.

Moderation: Florian Rudolph

Quelle: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tagesgespraech/swr-tagesgespraech-mit-ali-ertan-toprak-die-dik-muss-das-muslimische-leben-in-seiner-vielfalt-abbilden


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10 Jahre Islamkonferenz: Umstrittene Erfolgsgeschichte

Als 2006 der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Deutsche Islamkonferenz ins Leben rief, sollten Brücken gebaut werden zwischen muslimischen Ausländern und Deutschen. Eigentlich sollte die Konferenz keine Dauereinrichtung werden, doch die Ereignisse der letzten Jahre machten sie letztlich doch unersetzlich. Inzwischen mehrt sich aber auch Kritik: Sie sei zu einem Ort der ritualisierten Begegnung verkommen, kritisieren zum Beispiel die Kurdische Gemeinde. Für die CDU-Politikerin Emine Debürken-Wegner ist die Konferenz dennoch eine Erfolgsgeschichte.

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dwIslamkonferenz: Zwischen Dialog und Entfremdung

Vor zehn Jahren lud der damalige Innenminister Schäuble Muslime und Vertreter von Bund, Länder und Gemeinden zur ersten Deutschen Islamkonferenz. Querelen um die Mitgliedschaft und verpasste Chancen trüben die Bilanz.

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1231Zehn Jahre Islamkonferenz

„Der Streit hat sich gelohnt“

Seit zehn Jahren diskutiert die Deutsche Islamkonferenz über die Integration von Muslimen. Das Gremium hat einiges erreicht – obwohl es in den Sitzungen immer wieder gestritten wird. Trotzdem ist die Zukunft der Konferenz unklar.

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Quelle: Tagesschau.de


1221Konferenz von Misstrauen geprägt

Zehn Jahre Deutsche Islamkonferenz

von Markus Decker

Am Dienstag wurde das zehnjährige Bestehen der Deutschen Islamkonferenz in Berlin gefeiert. Die Meinungen über die Konferenz gehen jedoch weit auseinander und ihre Zukunft ist ungewiss.

Der kurdische Verband äußert Kritik

Der Vorsitzende des kurdischen Verbandes, Ali Ertan Toprak, erklärte hingegen: „Die Islamkonferenz hat auch nach zehn Jahren nicht zu einer Annäherung des deutschen Staates an seine muslimische Bevölkerung beigetragen. Vielmehr lässt sich beobachten, dass trotz der Islamkonferenz die Entfremdung gerade in Fragen eines gemeinsamen Wertesystems und der Loyalität zum deutschen Staat deutlich größer geworden ist.“
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Quelle: Weser Kurier