BUNDESVERDIENSTKREUZ AN DEUTSCH-KURDEN NIHAD QOJA VERLIEHEN

Nihad Salim Latif Qoja mit NRW Minister Franz-Josef Lersch-Mense. ©Land NRW / W. Meyer

Düsseldorf, Deutschland – Am Freitag wurde dem Bürgermeister der kurdischen Hauptstadt Erbil (Hewlêr), Nihad Salim Latif Qoja, das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Dem Deutsch-Kurden werden besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland angerechnet.

Bei den Feierlichkeiten in Düsseldorf sagte der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Franz-Josef Lersch-Mense: „Der Bundespräsident hat Herrn Qoja für sein herausragendes Engagement im politischen, humanitären und kulturellen Bereich ausgezeichnet. Seit er vor über 36 Jahren aus dem Irak nach Bonn flüchtete, agiert er als wichtiger Brückenbauer zwischen Deutschland und Kurdistan.“

Der Minister rechnete Qoja die Eröffnung der Deutschen Schule in Erbil, die Ansiedlung deutscher Unternehmen in der kurdischen Hauptstadt und die Erbauung des „European Technology and Training Center“ in Erbil an. Dabei sagte er: „Bei so viel Engagement wird deutlich: Nihad Qoja hat sein berufliches und privates Leben in den Dienst der deutsch-kurdischen Freundschaft gestellt und sich damit besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland erworben.“

In Deutschland wird der Verdienstorden an deutsche und ausländische Bürger verliehen, die sich in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Politik, Wissenschaft oder im Bereich gemeinnütziger Tätigkeiten für die Bundesrepublik verdient machen. Es ist die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland.

Die Beziehungen zwischen Berlin und Erbil sind in den letzten Jahren, vor allem seit dem Fall Saddam Husseins, stark intensiviert worden. Mit einer historischen Entscheidung entschied der Bundestag im September 2014, Waffen in eine Krisenregion zu liefern um die Kurden gegen den sogenannten „Islamischen Staat“ zu unterstützen. Ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik.

Seit 2015 läuft auch eine Bundeswehrmission zur Ausbildung der Peschmerga Streitkräfte in der Autonomen Region Kurdistan. In Deutschland sind etwa 1,2 Millionen Kurden beheimatet.

Quelle: 
http://www.corduene.eu/2017/04/07/bundesverdienstkreuz-an-deutsch-kurden-nihad-qoja-verliehen/