Die türkische NATO-Mitgliedschaft schadet der Organisation

PRESSEERKLÄRUNG: 119/2102-2017

 

Die türkische NATO-Mitgliedschaft schadet der Organisation

Kurdische Gemeinde Deutschland verurteilt Verbrechen Türkischer Soldaten in kurdischen Provinzen.

In den letzten Tagen erreichen die Kurdische Gemeinde Deutschland verstörende Bilder und Videoaufzeichnungen aus kurdischen Städten in der Türkei. Mit Entsetzen konnte der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak feststellen, dass türkische Soldaten erneut Verbrechen gegen kurdische Zivilisten begangen haben. „Die uns zugespielten Bilder und Videos aus der kurdischen Stadt Nusaybin zeigen türkische Soldaten, die den rassistischen Wolfsgruß der rechtsextremen „Grauen Wölfe“ machen und vor ermordeten Kurden posieren.“

Videos zeigen, wie blutüberströmte leblose Körper aus gepanzerten Fahrzeugen türkischer Sicherheitskräfte gezerrt werden, ohne jeglichen Respekt vor den Toten. Wieder andere Videos zeigen Augenzeugen, die von extremer Folter berichten. Diese Aktionen des türkischen Staates sind in keinster Weise hinnehmbar und gehören aufs Schärfste verurteilt. Die Verbrechen des türkischen Staates gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten des Landes sind kaum noch zu übertreffen. Toprak: „Die Verbrechen der türkischen Armee beflecken das moralisch-ethische Grundgerüst der NATO, die vorgibt nicht nur eine Verteidigungs-, sondern auch eine Wertegemeinschaft zu sein.“

Die NATO und ihre Mitgliedsstaaten müssen handeln und die Vorwürfe schonungslos aufklären.

Toprak erwartet zudem von der Bundesregierung, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen entschiedene Schritte, um weitere Massaker und Kriegsverbrechen an der kurdischen Bevölkerung zu verhindern. Die Mitgliedschaft der Türkei in der NATO muss neu bewertet werden. Derzeit schade sie, laut Toprak, dem Ansehen der Organisation.