Kurdische Gemeinde Deutschland übergibt Spenden aus Benefizkonzerten an 35 verwitwete Frauen in Domiz

PRESSEMITTEILUNG: 15/1203 – 2014
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Abdurrahim Demir, Vorstandsmitglied der Kurdischen Gemeinde Deutschland e.V., und Awaz Ahmed Mahmud von der Frauenunion Kurdistan, haben dieser Tage in Kurdistan eine Spende in Höhe von 3500 Euro an 35 verwitwete Frauen im Flüchtlingscamp Domiz in Südkurdistan zu übergeben. Das Geld ist der Erlös einer Benefizkonzertreihe mit dem kurdischen Musiker Nizamettin Ariç und seiner Band. Demir und Mahmud übergaben die Spende im Rahmen einer kleinen Feier.

Im Herbst/Winter 2013 organisierte die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. eine Konzertreihe mit dem Künstler und Musiker Nizamettin Ariç. Der Erlös der Konzerte in Gießen, Nürnberg, Stuttgart und Berlin kommt komplett den Flüchtlinge aus Rojava-Kurdistan zugute. Die Konzertreihe wurde gemeinsam anderen Vereinen organisiert. „Ohne das  Engagement unserer Freunde hätten wir die Veranstaltungen nicht stemmen können. Wir sind sehr dankbar, dass alle mitgeholfen und sich engagiert haben“ sagt der Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak.  „Das größte Dankeschön gebührt freilich Nizamettin Ariç und seinen Musikern, Alexander Zernik, Nure Dlovani und Nazê Ishan, die mit großem Einsatz für diesen guten Zweck gespielt haben.”

Der Vorstand der Kurdischen Gemeinde e.V. hatte beschlossen, den Gesamterlös der Konzertreihe an verwitwete Frauen im Camp Domiz in Südkurdistan zu spenden. Die Frauen haben sich außerordentlich gefreut und waren sehr dankbar, berichtet Abdurrahim Demir, der sich vor Ort auch über die Lage informierte. Was grundsätzlich vonnöten ist, sagt der Direktor des Camps, sind Projekte für Kinder und Jugendliche. Und weiterhin finanzielle Unterstützung, beispielsweise um Straßen im Camp asphaltieren zu können, was die Infrastruktur erheblich verbessern würde.

Die Frauenunion Kurdistan hatte zuvor gemeinsam mit Vertretern des Camps entschieden, welchen Frauen aus Camp Domiz I & II das Geld zugute kommen sollte. Der Direktor des Camps lobte die Arbeit der Kurdischen Regionalregierung (KRG) und des United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR). “Das Camp ist gut mit Lebensmitteln, Decken, Matratzen und Medizin versorgt. Das sind schonmal gute Voraussetzungen für unsere Arbeit.” Im Camp leben zurzeit über 40.000 kurdische Flüchtlinge aus dem syrischen Teil Kurdistans.

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