PRESSEMITTEILUNG: 23/3006-2014 Stoppt Hinrichtungen im Iran!

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Mahnwache vor dem iranischen Generalkonsulat in Frankfurt/Main am 01.07.2014 um 11:00 Uhr.

Während der einjährigen Präsidentschaft von Hassan Rohani im Iran wurden mehr als 600 Menschen hingerichtet, darunter nach Angaben der kurdischen Zeitung BasNews vom 18.05.2014 knapp 200 Kurden.

Im jährlichen Bericht der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights wurden für 2013 etwa 637 Hinrichtungen registriert, eine Steigerung von 16% gegenüber 2012. Etwa 458 dieser Hinrichtungen fanden in der Präsidentschaftszeit Ronahis statt. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen können im Jahr 2013 knapp 700 Menschen hingerichtet worden sein da viele Hinrichtungen nicht bekannt gegeben werden.

Allein Mitte Mai dieses Jahres hat der iranische Staat zwölf kurdische Häftlinge hingerichtet. Weitere 59 kurdische Aktivisten wurden zum Tode verurteilt und sollen in kurzer Zeit ebenfalls hingerichtet werden. Zehn Hinrichtungen fanden alleine im Gefängnis von Kerman, Südwest-Iran, statt. In den meisten Fällen wurden die Hingerichteten unter fadenscheinigen Vorwürfen anklagt und hinrichtet. 998689_278973992242240_786421170_n

Kürzlich erklärte Gianfranco Fattorini, der die französische Mouvement contre le racisme et pour l’amitié entre les peuples (MRAP), die sich gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzt, beim UN- Menschenrechtsrat –auf der UN-Sitzung in Genf, dass 20 kurdische Aktivisten auf der Todesliste stehen und weitere 25 kurdische politische Aktivisten des Vorwurfs der Propaganda gegen die nationale Sicherheit bezichtigt wurden und zum Tode verurteilt werden sollen.

Als Kurdische Gemeinde Deutschland verurteilen wir mit aller Härte das Regime in Teheran wegen willkürlicher Hinrichtungen von Gefangenen, Unterdrückung der politisch Andersdenkenden sowie religiösen und ethnischen Minderheiten im Iran.

Mit der Mahnwache unterstützen wir die Kampagne der GfbV, die die Freiheit für den kurdischen Menschenrechtler Sadiq Kabudvand und andere politischen Gefangenen im Iran fordert.

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