Nein zu Gewalt in Deutschland – Wir verurteilen den Anschlag auf die Mevlana Moschee in Köln-Porz!

PRESSEMITTEILUNG: 66/2011-2015

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Mit großer Besorgnis reagiert die Kurdische Gemeinde Deutschland auf Gewaltaktionen in Deutschland.

Cahit Basar, Generalsekretär der Kurdischen Gemeinde Deutschland, verurteilt den jüngsten Angriff auf die Mevlana Moschee in Köln-Porz sowie die Protestaktion einer Gruppe Jugendlicher am Köln- Bonner Flughafen. Der Gymnasiallehrer findet dafür deutliche Worte: „Solche Aktionen gefährden das friedliche Zusammenleben in Deutschland“. Er sieht vor allem in der stark polarisierenden türkischen Innenpolitik und die Kriegsrhetorik der türkischen Medien den Grund für zunehmende Spannungen auch in Deutschland.

Deutschland ist für den überwiegenden Teil der Kurden zur Heimat geworden und kein Gegner der Kurden. In diesem demokratischen Rechtsstaat haben die 1,2 Millionen Kurden Freiheit und Sicherheit erfahren können. Daher ist es für Basar wichtig, eine sachliche und friedliche Diskussionskultur, die die Pluralität in diesem Land achtet, zu führen.

Die Kurdische Gemeinde Deutschland kündigt an, gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz ihre Bildungsarbeit zu verstärken, um insbesondere kurdische Jugendliche und Flüchtlinge an das Wertesystem heranzuführen und sie für den politischen Diskurs im demokratischen System zu stärken.

Für Cahit Basar ist der verstärkte Einsatz von in Deutschland ausgebildeten kurdischstämmigen Sozialpädagogen und Lehrern der Schlüssel für eine gelungene Integration. „Wir brauchen pädagogische Fachleute, die Antworten auf Erziehungsfragen, Orientierungslosigkeit, eikulturelle Realität und vieles andere geben können.“ Diese Fachleute sollten in Zukunft stärker in die Integrationsarbeit der Kommunen, Länder und des Bundes eingebunden werden, denn in einer Demokratie kann es nicht genug Demokraten geben.