Abscheuliches Verbrechen in Hameln

PRESSEERKLÄRUNG: 107/2211-2016

hameln

Abscheuliches Verbrechen in Hameln

Ein Mann in Hameln soll seine Ex-Partnerin an ein Auto gefesselt und dann auf brutalste Art und Weise hinter dem Auto hergezogen haben. Die menschenverachtende Tat in Hameln ist an Widerwärtigkeit kaum zu übertreffen, so Mehmet Tanriverdi, stellvertretender Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland.

Diese und andere abscheuliche Straftaten, die häufig die schwächsten Glieder einer Gesellschaft treffen und sich vor allem an Frauen und Kinder richten, müssen mit entschiedener Härte unseres Rechtsstaats geahndet werden.

Unverständnis äußert Tanriverdi für die sachlich falsche Darstellung der Polizei Hameln, dass es sich bei dem Täter und dem Opfer um sogenannte „Mhallami-Kurden“ handeln würde, was auch durch die Medien in Deutschland so verbreitet wurde.

Bei den „Mhallami“ handelt es sind um einen arabischen Clan aus dem Nahen Osten. Die Angehörigen dieses Clans sind Araber aus dem Libanon und aus Mardin/Türkei, die überwiegend arabisch sprechen und unter dem Vorwand, Kurden zu sein, in Deutschland Asyl beantragen und sich als Staatenlose ausgeben, um der Abschiebung zu entgehen. In den Behördenakten werden Sie meistens fälschlicherweise als Kurden aus dem Libanon geführt. Die Gruppe Mhallami selbst bezeichnet sich aber zum größten Teil als Araber, nicht als Kurden. Sie gehören der kurdischen Community in Deutschland nicht an.

Tanriverdi: „Menschenverachtung kennt keine ethnische Zuordnung. Auch darf eine derartige Tat nicht mit kulturellem Rabatt im Strafmaß abgemildert werden. Wer keine Achtung vor seinen Mitmenschen und dem Grundgesetz hat, hat auch keinen Platz in der Mitte der Gesellschaft. Ganz gleich welcher Herkunft der Täter war, die Tat ist verbrecherisch, hoch kriminell und gehört mit äußerster Härte des Rechtsstaates bestraft!“

Unsere Gesellschaft darf so etwas nicht tolerieren und die Behörden müssen energischer gegen solche Gruppen, die bereits wiederholt durch solche Taten auffallen, vorgehen. Als Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. verurteilen wir diese Tat aufs Schärfste und hoffen auf Gerechtigkeit für die Opfer.


++ Korrektur ++

In einer Pressemitteilung vom 22.November 2016 nahm die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V. Stellung zum abscheulichen Vorfall in Hameln und verurteilte diese Tat aufs Schärfste.

Aufgrund des Ermittlungsstandes der Polizei und ihrer ersten Verlautbarungen sowie anfänglicher Berichterstattung in Hameln hat die Kurdische Gemeinde Deutschland in einer ersten Stellungnahme den Hinweis, dass es sich um sogenannte „Mhallami-Kurden“ handeln würde, aufgegriffen und eine Richtigstellung unternommen.

An der Feststellung, dass es sich bei den „Mhallami-Kurden“ um keine ethnischen Kurden handelt ändert sich nichts. Wohl aber sind offenbar neue polizeiliche Erkenntnisse verfügbar, die diese menschenverachtende Tat einem Kurden zuschreiben. In unserer Pressemitteilung haben wir hervorgehoben, dass diese Tat -von wem auch immer begangen- abscheulich und mit aller Härte des Gesetzes bestraft werden muss. Dabei ist die Ethnie und der kulturelle Hintergrund völlig irrelevant.

Einen kulturellen Strafrabatt darf es für niemanden geben. Dies haben wir in der Vergangenheit ebenso vehement gefordert und fordern dies auch jetzt.