Die KGD setzt bei der „Gegen den Quds-Marsch-Kundgebung“ ein Zeichen gegen Antisemitismus und Islamismus!

Die Kurdische Gemeinde Deutschland setzt bei der „Gegen den Quds-Marsch-Kundgebung“ ein Zeichen gegen Antisemitismus und Islamismus!

Etwa 900 Personen beteiligten sich am 1. Juni 2019 am antisemitischen Al-Quds-Marsch in Berlin-Charlottenburg. Die KGD rief als einzige Migrantenorganisation neben zahlreichen jüdischen Organisationen, dem DGB, dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und dem Antifaschistischen Berliner Bündnis zum Protest gegen den antisemitischen und islamistischen Al-Quds-Marsch auf. 

Dem Aufruf des Bündnisses „Gegen den Quds-Marsch!“ folgten am Samstag ca. 1.300 Menschen in Berlin. Zu den Rednern gehörten unter anderem der Botschafter Israels Jeremy Issacharoff, der Botschafter der USA Richard Grenell, der Berliner Innensenator Andreas Geisel, der Beauftragte der Bundesregierung zur Bekämpfung von Antisemitismus Dr. Felix Klein und unser Bundesvorsitzende Ali Ertan Toprak. 

Ali Ertan Toprak forderte in seiner Rede mit klaren Worten die Politik zu mehr Einsatz in der Bekämpfung von Antisemitismus in Deutschland auf:  

Toprak: „Israel ist die einzige Demokratie in mitten von Unrechtsregimen, eine Oase der Freiheit in einer feindlichen Umgebung. Schon alleine deswegen darf Israel niemals fallen, denn mit ihr würde die Freiheit und Demokratie fallen. Wenn die Araber die Waffen niederlegen gibt es Frieden. Wenn Israel die Waffen niederlegt, verschwindet es von der Weltkarte. So simpel ist die Wahrheit. Die Heuchelei der deutschen Politik, an Gedenktagen von Staatsräson zu sprechen, aber wenn es darauf ankommt Israel allein zu lassen, ist für mich als deutschen Staatsbürger nicht länger hinnehmbar.“ 

Ali Ertan Toprak

Zudem machte Toprak aufmerksam auf den Doppelstandard im Umgang mit rechten Migranten: 
„Wer sich in Deutschland mit Rechten solidarisiert, zusammenarbeitet oder sogar mit ihnen nur redet, stellt sich außerhalb des demokratischen Werte-Konsens. Das gilt aber NUR im Falle der autochthonen Deutschen. Denn die deutsche Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft reden tagtäglich ohne Einschränkungen mit rechten Migranten. Weder Politik oder Kirchen, noch die Zivilgesellschaft haben damit Probleme mit nationalislamistischen Verbänden bei der DIK, bei interreligiösen Dialogforen oder Kulturfesten zusammenzukommen. Nicht mal linke Parteien haben Probleme nationalislamistische Verbände auf ihren Parteitagen oder Fraktionssitzungen reden zu lassen. Ja, sogar der Zentralrat der Juden ist da inkonsequent.  Warum diese doppelten Standards eigentlich?“ 

Als Migrantenorganisation thematisieren wir Antisemitismus schon seit Jahren und tragen selbstverständlich Verantwortung für die Zukunft unseres Landes. Wir beobachten einen besorgniserregenden Anstieg an Antisemitismus durch Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Diese Entwicklung muss die Politik ernster nehmen als bisher. Das Existenzrecht Israels steht für uns nicht zur Disposition und der mit der Israelkritik verbundene Antisemitismus ist eine unerträgliche menschenverachtende Haltung die uns alle betrifft. Wir können nicht nachvollziehen wie es sein kann, dass militante Organisationen wie die Hamas und Hisbollah hier in Deutschland noch nicht verboten sind und ungestört ihre hasserfüllte Propaganda verbreiten dürfen. Wir werden selbstverständlich auch weiterhin im Kampf gegen Antisemitismus an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stehen!