Die Kurdische Gemeinde im Gespräch mit CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber in Berlin

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Foto (von links nach rechts) Kardo Zangenne, Anya Delen, Dr. Peter Tauber, Ali Ertan Toprak und Engin Delen

 

Zu einem Gespräch kamen VertreterInnen der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) sowie der Kurdischen Jugend Deutschland (KJD) in der Bundesgeschäftsstelle der CDU mit dem Generalsekretär Herrn Dr. Peter Tauber zusammen. Dem herzlichen Empfang, folgte ein sehr intensiver und konstruktiver Austausch über zahlreiche aktuelle innen- und außenpolitische Themen.

Anlässlich des im letzten Jahres gestarteten Angriffs islamistischer Terroristen auf Kurden und andere Völker des Nahen Ostens, bedankte sich Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland, für die von Deutschland erbrachte Unterstützung im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Die CDU als Regierungspartei habe in der schweren Schicksalsstunde der Kurdinnen und Kurden eine ausgeprägte Verantwortung bewiesen und entgegen dem Zaudern manch einer anderen Partei richtig gehandelt. Mit den Waffenlieferungen an die Kurden wurde vielen tausend Menschen das Leben gerettet und der Vormarsch der IS gestoppt. Die in Deutschland lebenden eine Million Kundinnen und Kurden, die mehrheitlich eingebürgert sind, hätten die Entscheidungen der Bundesparteien sehr wohl und sehr genau verfolgt so Toprak weiter.

Das gemeinsame Gespräch fokussierte insbesondere auf hier zu Lande lebenden Deutschen kurdischer Herkunft und ihre deutsche-kurdische Identität. Die kurdische Bevölkerung in Deutschland ist bereit, in ihrer neuen Heimat mehr Verantwortung zu übernehmen und ihrer Bedeutung als zweitgrößte Zuwanderergruppe entsprechend gerecht zu werden.

“Der Erhalt der kurdischen Herkunftsidentität ist angesichts der physischen und kulturellen Unterdrückung und Verfolgung der Kurdinnen und Kurden in allen Staaten des kurdischen Siedlungsgebietes von außerordentlich großer Bedeutung. Die 100 jährige Verfolgung und Verbotspolitik habe die kurdische Sprache und Kultur an den Rand des akuten Aussterbens gebracht.“

Kardo Zangenne und Anya Delen, Bundesvorsitzender und Stellvertreterin der Kurdischen Jugend Deutschland sowie Engin Delen, Mitglied im Bundesvorstand, nahmen als Vertreter der Jugendorganisation der Kurdischen Gemeinde ebenfalls an dem Gespräch teil und stellten sich und ihre Arbeit vor. Zudem äußerten sie den Wunsch, als Verband in einen konstruktiven Dialog auch mit der Jungen Union treten zu wollen.

Herr Dr. Tauber begrüßte die Darstellungen der kurdischen VertreterInnen und unterstrich, dass das gemeinsame Ziel die konstruktive Zusammenarbeit sein muss, unabhängig vom jeweiligen Migrationshintergrund des einzelnen deutschen Bürgers. Vereinbart wurden weitere Begegnungen auf verschiedenen Ebenen um den Austausch zu intensivieren.