Erdogan trägt seinen Krieg nach Deutschland

PRESSEERKLÄRUNG: 111/1812-2016

Erdogan trägt seinen Krieg nach Deutschland

„Politische Morde sind in Deutschland möglich“ glaubt Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland. Die jüngsten Äußerungen der türkischen Regierung sowie des Staatspräsidenten Erdogan geben Anlass zu Sorge, dass nicht nur die 6.000 türkischen Agenten in Deutschland, sondern mittlerweile auch Tötungskommandos auf türkische und kurdische Oppositionelle und Regimekritiker angesetzt sind.

Die türkische Stasi liefere die Informationen für Killer, die dann ans Werk gehen sollen.

Die deutschen Sicherheitskräfte sieht Toprak als völlig unvorbereitet auf diese zu erwartende neue Eskalationsstufe.

Die Blauäugigkeit, mit der man hier dem NATO- Partner Türkei begegne, sei lebensbedrohlich für die Menschen, die in Deutschland leben und sich für Demokratie, Menschen- und Minderheitenrechte in der Türkei einsetzen, so der Vorsitzende. Vor wenigen Tagen verkündete die türkische Staatsspitze, dass man die Aktivitäten im Ausland sehr genau beobachten würde und zukünftig gnadenlos auch im Ausland zuschlagen werde.

Toprak erwartet von der Bundesregierung ein auf die neue Bedrohungssituation angepasstes Sicherheitskonzept, um Terroranschläge des türkischen Staates auf deutschem Boden zu verhindern.

Unlängst haben die vor wenigen Wochen bundesweit stattgefunden Polizeirazzien gegen die türkische Rockerbande Osmanen die enge Verbindungen des kriminellen Milieus mit dem türkischen Geheimdienst aufgedeckt. Es gäbe genug Menschen hier, die bereit seien, für den türkischen Staat zu Mördern zu werden.

Die Kurdische Gemeinde Deutschlands erwartet ein sofortiges rechtsstaatliches Einschreiten der Bundesregierung gegen alle illegalen Aktivitäten des türkischen Staates auf deutschem Boden.