
Stoppt die „Gen-Z-Mafia“
Deutschland darf kein Operationsgebiet krimineller Netzwerke werden.
Die Kurdische Gemeinde Deutschland (KGD) beobachtet mit großer Besorgnis die zunehmenden Berichte über Schussattacken, Brandanschläge und Schutzgelderpressungen durch kriminelle Netzwerke in Nordrhein-Westfalen.
Nach Angaben des Landeskriminalamtes NRW wurden seit Februar rund 20 relevante Sachverhalte registriert – darunter sechs Schusswaffendelikte. Ins Visier dieser skrupellos agierenden Banden geraten gezielt Geschäftsleute mit türkeistämmigem Hintergrund. Auch kurdische Unternehmer und ihre Familien werden mit Kriegswaffen bedroht und um sechsstellige Summen erpresst. Durch Angriffe auf Wohnhäuser und Geschäfte werden zudem völlig unbeteiligte Menschen lebensgefährlich gefährdet.
Menschen, die sich über Jahrzehnte mit harter Arbeit eine Existenz aufgebaut haben, dürfen in unserem Rechtsstaat nicht schutzlos internationalen Banden ausgeliefert werden.
Die Kurdische Gemeinde Deutschland fordert von Bund und Ländern:
- Konsequente Strafverfolgung: Kriminelle Netzwerke bundesweit und grenzüberschreitend zerschlagen.
- Wirksamer Opferschutz: Bedrohte Gewerbetreibende und ihre Familien verlässlich schützen und sichere Anzeigewege gewährleisten.
- Internationale Ermittlungen: Hintermänner, Finanzströme und Steuerungsstrukturen im Ausland aufdecken.
- Rekrutierung unterbinden: Die gezielte Anwerbung junger Menschen über digitale Kanäle für schwere Straftaten verhindern.
- Hintergründe aufklären: Verbindungen zur organisierten Kriminalität in der Türkei umfassend untersuchen.
Unsere Solidarität gilt allen bedrohten Geschäftsleuten und ihren Familien – unabhängig von ihrer ethnischen oder nationalen Herkunft.