Wir verurteilen den brutalen Mordanschlag auf kurdischen Kiosk-Besitzer in Berlin!

Pressemitteilung: 234/1107-2019

Der 35-jährige Kurde Nezar M. wurde in seinem Spätverkauf in der Nacht zu Mittwoch in Berlin brutal niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Während dieser schrecklichen Tat, hielt Nezar M. live ein Interview auf Facebook für das kurdische Programm Roj.Live. In der Aufzeichnung ist deutlich zu hören wie jemand auf arabisch „drück jetzt ab, drück jetzt ab!“ ruft, gefolgt von zwei Schüssen. Verletzt hört man Nezar M. im Video um Hilfe rufen.

Die genauen Hintergründe dieser Tat sind laut Polizei noch nicht bekannt, da die Kasse und andere Wertgegenstände jedoch liegengelassen wurden, ist ein Raub sehr unwahrscheinlich. Es handelt sich, Berichten zufolge, höchstwahrscheinlich um eine politisch motivierte Tat. „Wir sind entsetzt und erschüttert über diesen schrecklichen Mordanschlag auf Nezar M. in Berlin und verurteilen dieses Verbrechen zutiefst. In Deutschland sollte jeder seine Meinung äußern können, ohne Angst um sein Leben haben zu müssen.“ so Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland.

Die Kurdische Gemeinde ist erleichtert darüber, dass das Nezar M. den Anschlag überlebt hat und ist mit ihren Gedanken bei der Familie des Opfers. Wir hoffen auf eine schnelle und umfassende Aufklärung dieser abscheulichen Tat durch die Berliner Polizei.