Zur Anti- Erdogan Demonstration in Köln erklärt die Kurdische Gemeinde Deutschland

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Über 30.000 Menschen haben am Samstag in Köln friedlich gegen die Diktatur und das Erdogan Regime in der Türkei demonstriert.

In Sprechchören riefen sie die internationale Gemeinschaft, vor allem aber Europa und Deutschland zur Solidarität mit der demokratischen Zivilgesellschaft, mit der Opposition und mit den Minderheiten auf.

Einhellig forderten die friedlichen Demonstranten deutliche Sanktionen und eine an europäischen Werten orientierte gemeinsame Position der EU gegenüber der Türkei.

Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ali Ertan Toprak fordert: „Es kann keinen strategischen und auch kein Bündnis Rabatt für die Türkei geben, wenn sich dort eine islamistische nationalistische Diktatur etabiliert“.

Unverständnis äussert Toprak über die Scharmützel von einem kleinen Teil der Demonstranten mit der Polizei am Deutzer Bahnhof.

Gewaltfreiheit und die friedlich demokratische politische Betätigung ist das oberste Prinzip unseres politischen Handelns. Dies gilt auch für die Teilnehmer der Demonstration in Köln. Wer dagegen verstößt, kann und muss mit einer Anzeige rechnen. Gleichzeitig muss aber die Polizei zielgerichtet und deeskalierend handeln. Bei aller Wut und Verzweiflung, Gewalt ist kein Mittel des politischen Kampfes und nutzt in dieser Situation allein nur dem Diktator Erdogan.

Toprak zieht dennoch ein positives Resümee und spricht von einem deutlichen Signal der in Deutschland lebenden Menschen kurdisch-alevitischer Abstammung für Menschen- und Bürgerrechte, Gleichberechtigung und Demokratie einzustehen.