Rojava

Rojava2026-01-28T03:20:54+01:00

Was passiert jetzt in Rojava?

Die Lage in Rojava/Nordsyrien verschärft sich dramatisch. Es kommt in kurdischen Gebieten und angrenzenden Regionen – unter anderem auch in kurdischen Stadtteilen Aleppos , zu schweren Übergriffen auf die Zivilbevölkerung. Verantwortlich gemacht werden dabei bewaffnete Gruppen, die der syrischen Übergangsregierung zugerechnet werden oder ihr nahestehen; darunter sollen sich auch dschihadistische Milizen befinden. Gleichzeitig wird von einer massiven Eskalation berichtet: Einschüchterung, Vertreibung, gezielte Gewalt gegen Minderheiten sowie mutmaßliche schwere Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

Parallel dazu stehen die demokratischen Selbstverwaltungsstrukturen in Rojava und die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) unter starkem Druck. Es wird berichtet, dass Kapitulation gefordert und die gewachsenen Strukturen der Selbstverwaltung angegriffen werden. Zudem heißt es, dass die Türkei weiterhin zivile Zentren  darunter auch Kobanê– bombardiere und bewaffnete Gruppen unterstütze. Kobanê wird in Berichten als belagert und teils abgeschnittenbeschrieben: Es fehlt an Wasser, Strom, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung – eine humanitäre Notlage, die vor allem Kinder, Kranke und ältere Menschen trifft.

Rojava ist zugleich ein Symbol für ein pluralistisches, föderales und inklusives Modell in Syrien: Selbstverwaltung, Minderheitenschutz und die zentrale Rolle von Frauenrechten. Genau dieses Modell droht aktuell politisch und militärisch marginalisiert und zerstört zu werden. Deshalb fordern wir eine klare, öffentliche Verurteilung der Angriffe, konsequenten diplomatischen Druck, die Sicherstellung humanitärer Hilfe sowie eine Syrien-Politik, die Minderheitenschutz, Sicherheit und eine gerechte politische Lösung ernsthaft garantiert. Schweigen und Doppelstandards kosten Menschenleben – und gefährden langfristig auch die Sicherheit über Syrien hinaus.

Aktuelle, zitierfähige Zahlen (Stand: 28.01.2026)

  • Mindestens 23 zivile Todesopfer seit dem 06. Januar (plus über 100 Verletzte und ca. 165.000 Vertriebene) laut einem aktuellen Lage-/Flash-Report auf ReliefWeb.

  • Kobanê: In den letzten Tagen wurden mehrere Kinder-Todesfälle durch Kälte im Zusammenhang mit der humanitären Notlage/Situation gemeldet (z. B. vier Kinder in einem Bericht).

  • Kobanê-Umgebung: Ein Drohnenangriff traf laut SOHR-Bericht/Medien einen Familienhaushalt – 6 Zivilist:innen getötet.

  • Raqqa (18.01.):  mindestens 22 zivile Todesopfer

Material für Medien & Recherche: Dokumentation / Kriegsverbrechen

Für Journalist:innen, Redaktionen, NGOs, Ermittlungsstellen und Menschen, die dokumentiertes Material (Video/Fotos) zur Lage sehen möchten:

➡️ www.kurdische-gemeinde.de/kriegsverbrechen-matrial-rojava2026

Wichtiger Hinweis:
Das Material kann belastend sein. Wir empfehlen einen verantwortungsvollen Umgang (Quellenschutz, Unkenntlichmachung, keine Re-Traumatisierung, Kontext & Verifizierung).


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Hinweis: Externe Quelle. Wir übernehmen keine Gewähr für Inhalte; Stand kann sich laufend ändern.

Wer ist Ahmed al-Sharaa („Abu Mohammed al-Jolani“)?

AHMED AL-SCHARAA ALIAS ABU MOHAMMED AL-JOLANI 

Ahmed al-Scharaa trat jahrelang unter dem Namen Abu Mohammed al-Jolani auf. Er stammt aus dem Kern des globalen Dschihadismus. Seine politische Sozialisation fand im Umfeld von al-Qaida und dem sogenannten Islamischen Staat statt. Er führte die al-Nusra-Front in Syrien und trug Verantwortung für Anschläge, Entführungen und systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Die USA setzten vor wenigen Jahren ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar auf ihn aus. Grund dafür war seine zentrale Rolle im jihadistischen Terror.

STRATEGISCHER IMAGEWECHSEL

Heute inszeniert sich al-Jolani als respektabler Politiker, während er Morde, Entführungen und Terror zu seinem ideologischen Fundament gemacht hat. Die Umbenennung seiner Miliz in Hayat Tahrir al-Sham (HTS) soll internationale Akzeptanz erzeugen. Der ideologische Kern bleibt bestehen. Salafistischer Machtanspruch, religiöse Herrschaft, brachiale Gewalt als Mittel der Ordnung.

HERRSCHAFT DURCH ANGST

In den von HTS kontrollierten Gebieten herrscht ein repressives und mörderisches Regime. Frauen werden entrechtet, kritische Stimmen verschwinden, religiös-islamische Kontrolle prägt Bildung, Justiz und Alltag. Minderheiten leben unter permanenter Bedrohung. Diese Strukturen zeigen ein gefestigt-islamistisches Projekt. Sie zielen auf dauerhafte Kontrolle, ideologische Unterwerfung und den Ausschluss aller, die nicht in dieses Weltbild passen.

GEZIELTE GEWALT GEGEN MINORISIERTE GRUPPEN

Unter der Führung al-Jolanis wurden binnen kürzester Zeit nach seiner Machtergreifung Alawiten, Drusen, Christen, Eziden und Kurden angegriffen, vertrieben, gedemütigt und ermordet. In Aleppo trifft die Gewalt derzeit gezielt kurdische Stadtteile. Wohnhäuser werden zerstört, Krankenhäuser beschossen, Zivilisten getötet. Das sind dokumentierte Kriegsverbrechen. Sie folgen einer klaren Logik der Unterwerfung.

HISTORISCHES TRAUMA DER KURDEN

Für Kurdinnen und Kurden ist diese Gewalt Teil einer langen, traumatischen Geschichte. Halabja. Anfal. Shingal. Kobanê. Immer wieder erleben sie Schutzlosigkeit, während Täter politisch hofiert werden. Die fortwährende Auslieferung der Kurden an Gewaltakteure bildet eine sowohl tragische als auch historische Kontinuität. Die Normalisierung von al-Jolani stellt für die Kurden eine existenzielle Bedrohung dar.

POLITISCHE AUFWERTUNG ALS FATALES SIGNAL

Gespräche, Einladungen und finanzielle Unterstützung für HTS-Funktionäre signalisieren Akzeptanz. Sie delegitimieren das Leid der Opfer und stärken islamistische Herrschaftsansprüche. Sie schwächen alle Kräfte, die für Freiheit und Selbstbestimmung eintreten. Das ist politisches Versagen.

Was kannst du tun?

Schritt 1: In 3 Klicks Abgeordnete kontaktieren (Appell)

Politischer Druck kann Leben schützen. Mit diesem Tool kannst du schnell und direkt Abgeordnete kontaktieren:

➡️ https://serhnas.github.io/rojava/

Bitte beteiligt euch an diesem Appell an unsere Bundestagsabgeordneten und verbreitet ihn.
Zeigt einer Politik ohne Haltung, dass es eine Gesellschaft mit Haltung gibt.
Macht euch sichtbar – für den Schutz der Zivilbevölkerung in Rojava.

Schritt 2: Spenden – geprüfte Spendenaufrufe / Konten

Politische Arbeit allein schützt keine Menschen vor Hunger, Kälte und Gewalt.
Familien vor Ort benötigen medizinische Hilfe, Versorgung und Schutz. Deshalb verweisen wir auf Organisationen, die humanitäre Unterstützung leisten.

Kurdische Gemeinde – Landesverband Niedersachsen e. V. (@kg.niedersachsen)

IBAN: DE33 2519 0001 0991 8531 00
Verwendungszweck: Rojava

Verband Kurdischer Ärzte e. V. (@verband_kurdischer_aerzte_ev)

IBAN: DE39 3006 0601 0008 7790 23
Stichwort: Nothilfe Rojava

BARZANI CHARITY FOUNDATION (@barzanifoundation)

IBAN: GB33BUKB20086453342417
SWIFT/BIC: BUKBGB22

Heyva Sor a Kurdistanê e. V. (@heyva.sor)

IBAN: DE49 3705 0299 0004 0104 81
BIC/SWIFT: COKSDE33XXX
Verwendungszweck: Sheikh Meqsûd
PayPal: heyvasorakurdistan@gmail.com


Hinweis: Bitte beachtet mögliche regionale Annahme-Einschränkungen der Organisation (siehe deren aktuelle Hinweise).

Presse & Kontakt

Pressekontakt (Deutsch): Ali Ertan Toprak – a.toprak@kurdische-gemeinde.de
Pressekontakt (Kurdisch): Mehmet Tanriverdi – m.tanriverdi@kurdische-gemeinde.de

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