
Kurdisch-Jüdischer Kongress in London: Shared Roots – Stronger Together
Kürzlich fand in London die zweite internationale kurdisch-jüdische Konferenz unter dem Titel „Shared Roots – Stronger Together“ statt. Nach dem ersten Kongress im vergangenen Jahr in Berlin, den die WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen gemeinsam mit der Kurdischen Gemeinde Deutschland ausgerichtet hat, wurde der jüdisch-kurdische Dialog nun in London fortgesetzt.
Auch Vertreterinnen und Vertreter des Präsidiums der Kurdischen Gemeinde Deutschland nahmen an der Konferenz teil. Bundesvorsitzender Ali Ertan Toprak sprach über die Bedeutung kurdischer Einheit und die Perspektiven einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Kurden und Juden. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Mehmet Tanriverdi diskutierte im Panel „Identity in Diaspora: Building Communities Across Borders“ über Identität, gesellschaftliche Teilhabe und die Zukunft von Diaspora-Gemeinschaften. Die stellvertretende Generalsekretärin Khanda Daudi leitete das Panel “The voice of youth – New Generation Leadership” und leistete damit zugleich einen aktiven Beitrag zum erfolgreichen Gelingen der Konferenz.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz standen gemeinsame Geschichte, Erinnerung, nationale Bewegungen, Frauen in politischen Gesellschaften, Diaspora-Identität und die Rolle der jungen Generation.
Ziel ist es, aus dem historischen Austausch dauerhafte politische, akademische und gesellschaftliche Verbindungen entstehen zu lassen. Auch Israels Außenminister Gideon Sa’ar wandte sich mit einer Videobotschaft an die Teilnehmenden und sprach sich für eine Stärkung der jüdisch-kurdischen Beziehungen aus.
Der Kongress in London hat gezeigt, welches Potenzial in einem dauerhaften jüdisch-kurdischen Austausch liegt. Die Kurdische Gemeinde Deutschland wird diesen Dialog weiterführen und sich für tragfähige Beziehungen einsetzen, die auch über politische Veränderungen und wechselnde Konstellationen hinweg bestehen bleiben.