
8. Sitzung des Beirats der Kurdischen Gemeinde Deutschland in Filderstadt
Am 10. und 11. Oktober 2026 tagte der Beirat der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) unter dem Vorsitz von Dr. h. c. Herbert Schmalstieg, ehemaliger Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, in Filderstadt (Baden-Württemberg).
An der zweitägigen Sitzung nahmen neben den Mitgliedern des Beirats auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundespräsidiums der KGD teil. Die Teilnehmenden waren zu Gast bei Oberbürgermeister Christoph Traub, der selbst Mitglied des KGD-Beirats ist. Beiratsmitglied Prof. Dr. Susanne Schröter aus Frankfurt am Main war per Videokonferenz zu den Beratungen zugeschaltet.
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Beiratsvorsitzenden Dr. h. c. Herbert Schmalstieg und den KGD-Bundesvorsitzenden Ali Ertan Toprak hielt die Nahost- und Sicherheitsexpertin Dr. Shukriya Bradost einen Gastvortrag über die aktuelle politische Lage der Kurdinnen und Kurden im Nahen Osten. Im Mittelpunkt standen insbesondere die Entwicklungen in Rojhilatê Kurdistan (Ostkurdistan) sowie die Unterdrückung und Verfolgung der kurdischen Bevölkerung durch das iranische Regime.
Weitere Schwerpunkte der Beratungen waren die politischen Entwicklungen in allen vier Teilen Kurdistans, insbesondere der sogenannte Friedensprozess zwischen der Türkei und der PKK, die aktuellen Entwicklungen und die Zukunft der kurdischen Region Rojava-Kurdistan sowie die politische Lage in der Autonomen Region Kurdistan-Irak.
Ein weiterer wichtiger Themenbereich war die Situation der Kurdinnen und Kurden in Deutschland. Dabei standen insbesondere der Schutz kurdischen Lebens, die Lage kurdischer Geflüchteter, drohende Abschiebungen sowie Möglichkeiten politischer und gesellschaftlicher Unterstützung im Mittelpunkt.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den bundesweiten Aktivitäten der KGD im Jahr 2026, der weiteren Zusammenarbeit zwischen Bundespräsidium und Beirat sowie gemeinsamen Initiativen und Veranstaltungen für das Jahr 2027.
Ziel der zweitägigen Beratungen war es, die politische und gesellschaftliche Arbeit der KGD weiter zu stärken, die Zusammenarbeit zwischen Bundespräsidium und Beirat zu intensivieren und die Interessen der kurdischen Gemeinschaft in Deutschland nachhaltig zu vertreten.
Die Kurdische Gemeinde Deutschland bedankt sich bei Oberbürgermeister Christoph Traub für seine Gastfreundschaft und die Unterstützung der Beiratsarbeit sowie bei allen Beiratsmitgliedern für ihr Engagement.