Freedom-Peace-Humanities. Glückwunsch Eure Heiligkeit Tenzin Gyatso

Freedom-Peace-Humanities. Glückwunsch Eure Heiligkeit Tenzin Gyatso

Sr. Heiligkeit, der 14. Dalai Lama wird 83. Auch genannt ཏཱ་ལའི་བླ་མ, Tha La’i Bla Ma oder Trülku und Kundün oder Yishin Norbu, der Ozean der Weisheit.

Es war ein sehr langer, sehr gefährlicher und bis heute mühsamer Weg des einstigen tibetischen Jungen, der als Bauernjunge am 6. Juli 1935 im kleinen Dorf Taktser in Tibet mit Namen Lhamo Thondup geboren wurde. Und dieser ist hoffentlich noch lange nicht zu Ende.

Die KGD wertschätzt dankbar das Wirken des 14. Dalai Lama und seine Auffassung von einer freien, gerechten und lebensbejahenden Welt, wie sein konsequentes Eintreten für Freiheit, Frieden und Menschlichkeit im Ringen um eine gerechte und solidarische Gesellschaft. Die Kurdische Gemeinde Deutschland würdigt diese einmalige Leistung und gratuliert sehr herzlich mit besten Wünschen und Grüßen.

Es gibt nur sehr noch wenige, die fast den gesamte Wahnsinn und das Chaos des 20sten Jahrhunderts so wahrgenommen haben und im Vertrauen auf eine bessere Welt dieses so persönlich repräsentieren. Dazu fallen uns Namen ein wie Martin Luther King, Nelson Mandela und Andreij Sacharow. Der Dalai Lama ist einer der letzten der alten ganz Großen, die in ihrer menschlichen Tiefe und in ihrem Freiheitsbestreben auf immer überzeugen.

Als er mit 2 Jahren als Inkarnation des 13. Dalai Lama erkannt und identifiziert wurde, steckt Tibet schon in einer ausweglosen Situation. Schon zu Anbeginn ist nichts einfach. Zwei Jahre später kommt er aus den auch in Tibet entzündeten Wirren des 20. Jahrhunderts nach Lhasa.

1940 wird er intronisiert und 1950 vorfristig für volljährig erklärt. Und es wird ihm die Regentschaft des von Rot-China bedrohten Tibet übertragen. Als die Chinesen Tibet occupieren flieht der Junge 1951 in einer beispielslosen Nacht-und-Nebel Aktion über die schon nicht mehr passierbaren Pässe des Himalaya nach Indien und findet dort sein Exil, bis heute. Dazu geben die Filme Kundun (Martin Scorsese 1997) und Sieben Jahre in Tibet (Jean-Jaque Anaund 1997) sehr bewegt, farbig und seelentief Kunde. Seit dem lebt und wirkt er dort in Dharamshala (Himachal Pradesh/India) einem Ausläufer des Himalaya in Indien, der größten Demokratie der Welt.

Und er bleibt das Staatsoberhauptes seines tibetischen Volkes, er ist als Bodhisattva (erleuteter mitfühlender Wiedergeborener) der Führer des von den allermeisten buddhistischen Schulen anerkannten Buddhismus der Gelug-Weges. Seitdem steht er wie kaum ein anderer für Freiheit und Frieden aller fühlenden Wesen und unbeugsam für die Würde aller Menschen.